Presse
14.10.2016, 13:10 Uhr | Volker Papenhagen
Tag der Senioren Union - 1. Oktober 2016 - Grußwort -
Volker Papenhagen - Vorsitzender der Senioren Union Schwalm-Eder
Tag der Senioren Union   -   1. Oktober 2016    -  Grußwort -
Volker Papenhagen - Vorsitzender der Senioren Union Schwalm-Eder

 

Tag der Seniorenunion
Liebe Seniorinnen und Senioren – Hessenweit, sehr geehrte Gäste,
ich freue mich, Sie in meiner Eigenschaft als Vorsitzender der Senioren Union Schwalm – Eder hier in dieser wunderschönen Kulturhalle mit Indusrie –
kulturellem Hintergrund in Melsungen, der Perle des Fuldatals, begrüßen zu dürfen. Ich heiße Sie alle zu diesem traditionellen Treffen der Senioren Union aufs herzlichste willkommen.
Die Wahl dieses Ortes zum Tag der Senioren Union unterstreicht die zuneh- mende Bedeutung dieser Region. Wir befinden uns hier nämlich im „Silicon Vallay“ des Cattengaus!
Sie werden bei Ihrer Anfahrt zu diesem schönen Veranstaltungsort ganz sicher die prosperierenden Werkhallen des traditionsbehafteten Familienunternehmens B. Braun AG mit Weltgeltung auf dem Gebiet der Medizinischen Versorgungs – und Infusionssysteme  ganz sicher nicht übersehen haben. Hier im Kerngebiet von Melsungen steht die Keimzelle des weltweit mit über 57 000 Mitarbeitern operierenden Unternehmens.
Ein Unternehmen,von der Apotheke zum Weltkonzern, von der Familie Braun initiiert,  das die hiesige Region mit Innovation, Leistungsfähigkeit und sozialem Bewußtsein zur Blüte treibt.
So freue ich mich ganz besonders, den Repräsentanten des Unternehmens auch heute hier unter uns als Förderer, Schrittmacher und umtriebigen Unternehmer begrüßen zu können.
Herrn  Professor Dr. Heinz- Walter Grosse, der nun schon seit  dem  1.April 2011 das Ruder des Riesendampfers B. Braun AG  von Herrn Professor Dr. Ludwig Georg Braun, nunmehr Vorsitzender des Aufsichtsrates, übernommen hat.
Sie, lieber Herr Professor Grosse, sind uns Senioren stets ein wertvoller Gesprächspartner im Austausch von Erfahrungen in der Gestaltung unseres Lebens – Umfeldes.
Dank des Unternehmergeistes der Familie Braun hat sich die Region um Melsungen zu einer Insel der Glückseligkeit entwickelt! Das war beleibe nicht immer so.  In früheren Jahren hat der Schwalm – Eder Kreis neben der bedeutenden Landwirtschaft auch sehr von der Bahn mit den zahlreichen Personalstellen profitiert.
Mit der Teilung Deutschlands und damit einhergehender empfindlicher  Einschränkung der Wirtschaft und Verkehrsströme  mutierte die Region zu – lästerliche Stimmen titulierten sie zu „Nordhessisch Sibirien“.
Das hat sich seit der Wende gravierend verbessert. Und dennoch läßt die Entwicklung der Infrastruktur unseres „Ländlichen Raumes“ sehr zu wünschen übrig!
Die Dörfer veröden, die junge Generation zieht es mangels Perspektiven in die Großstädte. Hier ist dringender Handlungsbedarf angesagt! Als ich vor nunmehr 13 Jahren, von Norddeutschland kommend, mich anschickte einen traditionellen Hessischen Dreiseitfachwerkhof in Felsberg / Hesserode zu kaufen, hatte das Dorf noch 128 Einwohner und einen EDEKA Kaufmann. Heute sind wir auf 80 Einwohner ohne Kaufmannsversorgung geschrumpft und auf den PKW zur Versorgung in Felsberg angewiesen.
Ich habe somit jedoch mit der Renovierung und Weiternutzung des Ensembles bereits meinen Beitrag zur  Belebung des Ländlichen Raumes beigetragen.
Der fehlende Nahverkehr trägt ein Weiteres zur Verödung der Region bei. Es verkehren zwar Schülerbusse – frühmorgens um 7.00 und 7.30 Uhr und Nachmittags zur Rücktour. Ansonsten sieht man große rote Busse wie eine Fata – Morgana durch die Gegend rauschen – von Nirgendwo nach Nirgendwo – ohne Passagiere und Halt durch die Ortschaften brausen.
Das verstehe wer will. Für eine intakte Ländliche Struktur  ist die erste Grundbedingung ein Individualverkehr im Stundentakt – wie sie in anderen Bundesländern weitestgehend gewährleistet ist.
Hinzu kommt die Versorgung mit einem zeitgemäßen Kommunikationsnetz. Nun sind die Verträge zur Installation eines Breitbandanschlusses aller Orte
In Hessen angeblich bereits fixiert. Es heißt jedoch – lediglich bis zu den Kernstädten – ab da geht’s mit dem konventionellen „Klingeldraht“ zu den kleinen Ortsteilen weiter.
Wohl dem, der bereits mit LTE von Telekom oder Vodafon versorgt ist! Wir begrüßen in diesem Zuge die besondere Initiative unseres Landtagspräsidenten und Vorsitzenden der Senioren Union Hessen – Herrn Norbert Kartmann mit der Schwerpunktsetzung der Entwicklung des Ländlichen Raumes.
Ja, lieber Herr Kartmann und auch Herr Öttinger als EU – Sachverständiger für die Digitalisierung, hier gibt es viel zu bewerkstelligen!
Bleiben Sie man gleich hier, wir haben in Hesserode im  Romantikhotel Rosenhof reichlich Zimmer frei. Nun, was brennt uns denn sonst noch unter den Nägeln?
Das ist die katastrophale Zuspitzung der Politikverdrossenheit! Die klaren Leitbilder insbesondere der CDU sind abhanden gekommen! Eine Langfristzielsetzung nicht auszumachen, es wird nach Populistischen Zeiterscheinungen regiert!
Das Fiasko Asylpolitik fällt der CDU zu, weil nicht konsequent gehandelt wurde. Der unermüdliche Einsatz  unserer Bundeskanzlerin in der Festigung des Europäischen Gedankens - hoch anerkennenswert.
Sie ist gegenwärtig die einzige, die es schaffen könnte die Europäischen Fürsten bei der Stange zu halten. Wir hoffen es sehr. Wehe, wenn Europa auseinanderfällt, dann gibt es eine Weltwirtschaftskrise die sich gewaschen hat und der Absturz des Deutschen Wirtschaftswunders einhergehend!
Doch zur Festigung eines funktionierenden Europas gehört auch eine einheitliche Steuer – und Sozialpolitik um Mißbrauch auszuschließen. Hinzuzufügen wäre da an erster Stelle auch eine gemeinsame Energiepolitik.
Hier bahnt sich die nächste hausgemachte Katastrophe mit der einsamen Entscheidung Deutschlands zur Energiewende an, die bei dem gegenwärtigen Konzept unweigerlich zum Scheitern verurteilt ist und im Übrigen durch die notwendigen Kompensationseinsätze der konventionellen Kraftwerke eine schlechtere Schadstoff – Bilanz ausweist als je zuvor.
Mit jeder neu installierten Windkraft – und Photovoltaikanlage kommen wir bei der heute bereits über Bedarf installierten Kapazität - bei Volllast - dem Gau des Netzzusammenbruchs unvermeidlich näher, da die Regelsysteme versagen werden und eine Verklappung des Überschussstromes aus dem überlasteten Netz ans Ausland wegen der Übergabesperren nicht mehr möglich ist.
Hier ist dringender Bedarf zur Umkehr notwendig. Solange es keine physikalisch und wirtschaftlich realisierbaren Pufferspeicher Im Terra – Wattbereich gibt sind die Konventionellen Kraftwerke auf Jahrzehnte zur Stabilisierung der Netze unverzichtbar.
Noch hat die Bevölkerung diese Fehlentwicklung nicht begriffen, sie träumt immer noch von einer dezentralisierten Energieversorgung aus der Steckdose.
Wir haben ja genügend Sachverständige, die ihre Kompetenz zu Gehör bringen könnten. Möge es ihnen gelingen unsere Politiker von ihrem ideologisch verblendeten Kurs abzubringen!
Es würde zu weit führen heute weiter ins Detail zu gehen. Ich hoffe, daß wir heute ein klein wenig Aufhellung in der düsteren Gegenwart des Politalltags erfahren werden.
Ein Höhepunkt wird heute ganz sicher auch die angekündigte Besichtigung des High Tech Werkes der B. Braun AG unter Führung des Vorstandsvorsitzenden verehrten Herrn Professor Dr. Walter Grosse in den Pfiffewiesen sein .
Ich wünsche uns allen einen wunderschönen Senioren Tag und harmonisches Gelingen. Möge bei unseren gewählten Parlamentariern Weisheit, Realismus und Pragmatismus die Oberhand gewinnen!
Die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben.



 
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